Steuerwissen

Ist die Steuererklärung wirklich 7 Jahre rückwirkend möglich?

Hans
Johannes
24.11.2016

Immer wieder lehnen Finanzämter Steuererklärungen von Studierenden aufgrund von angeblichen Fristversäumnissen ab. Dies hat seine Ursache darin, dass viele Behörden davon ausgehen, dass die Abgabe der Steuererklärung nur bis zu vier Jahre rückwirkend möglich ist. Das ist nicht korrekt! Für Studierende gilt aktuell noch eine 7-Jahres-Frist für die Steuererklärung.


AUF EINEN BLICK

  • Wer eine freiwillige Steuererklärung abgibt, stellt damit einen Antrag zur Einkommensteuerveranlagung oder einen Antrag zur gesonderten Verlustfeststellung.
  • Die Einkommensteuerveranlagung ist bis zu vier Jahre rückwirkend möglich.
  • Ein Verlustvortrag ist bis zu sieben Jahre rückwirkend möglich.
  • Die meisten Studierenden wollen mit einer Steuererklärung ihre Studienkosten als Verluste geltend machen.
  • Weist das Finanzamt die Steuererklärung aufgrund der Überschreitung der Abgabefrist von vier Jahren zurück, sollte Einspruch eingelegt werden.

Das deutsche Steuerrecht ist nicht nur komplex und für Laien schwer zugänglich, es befindet sich zudem ständig in Bewegung. Gesetzesänderungen und laufende Gerichtsverfahren machen es schwer, den Überblick über die aktuelle Sachlage zu behalten. Das gilt für Steuerzahler ebenso wie für viele Steuerberater und Sachbearbeiter in den Finanzämtern. Natürlich haben auch wir keinen allumfassenden Überblick über die aktuelle Steuersituation. In einem Punkt sind wir uns aber sicher: Die Frist zur rückwirkenden Abgabe einer Steuererklärung für die Studienzeit beträgt sieben Jahre.

Antrag auf Einkommensteuerveranlagung

Wer nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, kann trotzdem beim Finanzamt den Antrag auf Einkommensteuerveranlagung stellen. Dies macht für Arbeitnehmer insbesondere dann Sinn, wenn zu viel gezahlte Lohnsteuer zurückgefordert werden soll. Für die freiwillige Einkommensteuerveranlagung gilt eine vierjährige Festsetzungsfrist. Stichtag für die Abgabe ist der 31. Dezember.

Antrag auf Verlustfeststellung

Ausbildungskosten werden immer erst dann erstattet, wenn auch Steuern gezahlt werden. Da dies bei den meisten Studierenden während der Studienzeit nicht der Fall ist, ermöglicht das deutsche Steuerrecht einen sogenannten Verlustvortrag. Hierbei werden dem Finanzamt per Steuererklärung alle studienbedingten Ausgaben und die Einnahmen in einem Jahr angezeigt. Übersteigen die Ausgaben die Einnahmen, merkt sich das Finanzamt den Differenzbetrag als Verlust. Die vorgetragenen Verluste aus der gesamten Studienzeit werden nach Berufseinstieg steuerlich verrechnet. Dies führt zu einer Steuererstattung.

Wer einen Verlustvortrag machen will, stellt beim Finanzamt den Antrag auf gesonderte Verlustfeststellung. Hierfür kann auf den klassischen Steuerformularen einfach ein Häkchen an entsprechender Stelle auf dem Mantelbogen gemacht werden. Bei studentensteuererklärung.de wird das Häkchen automatisch gesetzt.

Verlustvortrag 7 Jahre rückwirkend möglich

Anders als beim Antrag zur Einkommensteuerveranlagung ist der Antrag zur gesonderten Verlustfeststellung aktuell noch sieben Jahre rückwirkend möglich. Da die meisten Studierenden einen Verlustvortrag machen wollen, könnte man auch sagen: Studenten können sieben Jahre rückwirkend eine Steuererklärung abgeben. Leider kommt es immer wieder vor, dass Finanzämter Steuererklärungen ablehnen, weil angeblich die Frist zur Abgabe verpasst wurde. Im Regelfall reicht dann ein Einspruch, um das Finanzamt eines Besseren zu belehren.

Einspruch beim Finanzamt einlegen

Wird eine Steuererklärung vom Finanzamt wegen Fristversäumnis abgelehnt, bekommst du ein Schreiben mit etwa diesem Inhalt: “Eine Antragsveranlagung kommt nicht in Betracht, weil die Festsetzungsfrist von 4 Jahren überschritten ist.”

Wolltest du einen Verlustvortrag machen, solltest du innerhalb von 30 Tagen nach Zugang des Schreibens Einspruch beim Finanzamt einlegen. In diesem Einspruch weist du darauf hin, dass du mit deiner Steuererklärung keinen Antrag auf Einkommensteuerveranlagung eingereicht hast, sondern einen Antrag auf gesonderte Verlustfeststellung stellen wolltest. In der Regel akzeptiert das Finanzamt deinen Einspruch anstandslos.

Du kannst dir hier einen entsprechenden Muster-Einspruch herunterladen.


Kommentare

Dennis
20. Februar, 23:27 Uhr

Hallo Johannes,

ich würde meine Steuererklärung gerne zeitnah mit Eurem Tool erstellen, habe aber noch eine Frage.
Ich habe mein Masterstudium von 2012-2015 absolviert und für 2015 eine einfache Erklärung ohne spezielle Verluste durch das Studium eingereicht. Dadurch nur die Lohnsteuer zurückbekommen.
Macht es noch Sinn die Einkommenssteuererklärungen für 2013-2014 einzureichen? Da ich in der von 2015 keine Kreuze gemacht habe. Der Verlust von den beiden Jahren wäre deutlich höher als das Einkommen 2015 (nur ein Monat), damit also die Steuerlast 2016 sinkt.
Vielen Dank vorab!

Viele Grüße
Dennis

Studentensteuererklärung-Team
21. Februar, 11:18 Uhr

Hallo,

wenn die Ausgaben im Rahmen einer Ausbildung höher sind als die Einnahmen ist grundsätzlich ein Verlustvortrag möglich.

VG

Sandra
04. Februar, 13:53 Uhr

Hallo Johannes,

ich habe Ende letzten Jahres Steuererklärungen für die Jahre 2009–2012 eingereicht. Jetzt habe ich vom Finanzamt eine „Ablehnung einer Einkommensteuerveranlagung“ für die Jahre 2009–2011 erhalten. Begründung war Folgende:
„Eine Verlangung zur Einkommensteuer wird abgelehnt, weil bei unbeschränkter Steuerpflicht das Einkommen ganz oder teilweise aus Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit besteht, die Voraussetzungen des § 46 Abs. 2 Nr. 1 bis 7 EStG für eine Veranlagung von Amts wegen nicht gegeben sind und der Antrag auf Veranlagung nach § 46 Abs. 2 Nr. 8 EStG nicht fristgerecht gestellt wurde.“
Soll ich diesem Fall den oben herunterladbaren Muster-Einspruch an das Finanzamt senden? Oder ist es damit nicht getan, da ja nicht nur ein Fristversäumnis als Ablehnungsgrund aufgeführt wird?

Viele Grüße
Sandra

Studentensteuererklärung-Team
21. Februar, 10:42 Uhr

Hi,

der Muster-Einspruch sollte ausreichen.

VG

Nina
21. Februar, 12:42 Uhr

Hallo Johannes,

ich habe für die Jahre 2010-2016 (für mein gesamtes Erststudium) rückwirkend einen Antrag auf Verlustfeststellung gestellt. Nun habe ich einen Brief bekommen, in dem steht, dass die Anträge für die Zeiträume 2010 und 2011 abgelehnt wurden. "Kosten für eine Erstausbildung sind gemäß §12 Nr.1 EStG steuerlich nicht als Werbungskosten im Rahmen der Einkünfte aus nicht selbstständiger Tätigkeit abzugsfähig." In den Jahren 2012-2016 war ich aber auch im Erststudium, hier heißt es jedoch, dass die Ausbildungskosten als Sonderkosten geltend gemacht wurden. Kannst du dir erklären warum für die Jahre 2010 und 2011 etwas anderes gilt? Kann es sein, dass es daran liegt, dass ich für diese Jahre Beträge über 1000 geltend gemacht habe? Es steht auch in dem Schreiben, dass ich mich nochmal melden kann, falls in den anhängigen Verfahren entschieden wird dass die Kosten für das Erststudium doch geltend gemacht werden dürfen, bedeutet das dann dass ich keinen Einspruch einlegen muss/sollte gegen die Ablehnung für die Jahre 2010/2011?

Vielen Dank schon mal!

Studentensteuererklärung-Team
21. Februar, 13:59 Uhr

Hallo,

wir dürfen dir leider keine individuelle Steuerhilfe geben und müssen uns auf die Beantwortung allgemeiner Fragen beschränken.

Grundsätzlich gilt, wie es auch im Blog-Beitrag steht: Ein Verlustvortrag ist 7 Jahre rückwirkend möglich. Sollte das Finanzamt irrtümlich davon ausgegangen sein, dass mit einer Steuererklärung ein Antrag auf Einkommensteuerveranlagung und nicht ein Antrag auf Verlustfeststellung eingereicht wurde, dann sollte Einspruch eingelegt werden.

Ausgaben im Rahmen einer Erstausbildung zählen aktuell (noch) nicht zu den Werbungskosten. Ein Verlustvortrag ist somit nicht möglich. Da diesbzgl. derzeit mehrere Verfahren am BVerfG anhängig sind, enthalten Steuerbescheide meist einen Vorläufigkeitsvermerk. D.h. bei Urteil zu Gunsten von Erststudenten müssen die Bescheide entsprechend geändert und Werbungskosten/Verlustvorträge akzeptiert werden.

Ist kein Vorläufigkeitsvermerk enthalten, ist ein Einspruch sinnvoll.

VG

Angelice
24. Februar, 15:49 Uhr

Lieber Johannes,

ich habe von 2010 bis Ende 2015 studiert. Seit 2015 war ich als freiberufliche Mitarbeiterin in einer Kanzlei tätig, habe also im Jahr 2016 meine erste Steuererklärung für 2015 abgegeben (Nullbescheid, da geringfügige Einnahmen). Seit 2016 arbeite ich als wiss. Mitarbeiterin an der Uni und zahle Lohnsteuern.

Wie kann ich meine Studienkosten jetzt noch geltend machen?
Mache ich einfach rückwirkend Steuererklärungen für die Jahre 2010-2015?
Muss ich die Studienkosten dann als Werbungskosten oder Sonderausgaben abgeben? (war mein Erststudium, gleich nach dem Abi)

Ich weiß, dass es zahlreiche Artikel zu dem Thema gibt, allerdings habe ich das Gefühl, dass es überall anders erklärt wird und bin mir unsicher.

Vielen Dank für deine Antwort!

Studentensteuererklärung-Team
24. Februar, 16:24 Uhr

Hallo Angelice,

ich darf dir leider keine Steuerberatung geben.

Grundsätzlich ist es aber so:

Ein Verlustvortrag ist aktuell nur im Falle von Werbungskosten/Zweitstudium möglich. Wenn du einen Verlustvortrag für ein Erststudium machst, dann wird das Finanzamt dir einen vorläufigen Steuerbescheid ausstellen. Akzeptiert wird der Verlustvortrag erst, wenn das BVerfG zugunsten von Erststudenten entscheidet.

Solltest du Jura studieren, müsstest du dich mal erkundigen, ab wann dieses als Zweitstudium gilt.

VG
Johannes

Patrick
24. Januar, 09:56 Uhr

Hi Johannes,

super Artikel!
Ich frage mich gerade, ob ich den Verlustvortrag auch nachträglich für Jahre einreichen kann, in denen ich eine Steuererklärung gemacht habe. Hab 2014 ein Praktikum gemacht und mir dann hinterher die Lohnsteuer wiedergeholt mit der Steuererklärung.

Kannst du mir da helfen?

Viele Grüße
Patrick

Studentensteuererklärung-Team
24. Januar, 11:06 Uhr

Hi Patrick,

wurde für ein bestimmtes Jahr bereits eine Steuererklärung abgegeben, kann keine weitere Erklärung mehr abgegeben werden und damit leider auch kein Verlustvortrag mehr gemacht werden.

VG
Johannes

Salma
12. Januar, 13:34 Uhr

Hallo Johannes,

danke für Deinen Beitrag.

In meinem Fall stellt sich mir eine andere Frage: Das Finanzamt hat meinen Verlustvortrag abgelehnt, da "der vorliegende Steuerbescheid für das Verlustentstehungsjahr (2011 am 12.12.2012) nicht mehr geändert werden kann, weil er bereits seit dem 18.01.2013 bestandskräftig ist (§10d Abs. 4 Satz 4 EStG i.V.m. § 52 Abs. 25 Satz 5 EStG)."
Des weiteren werde ich darauf hingewiesen, dass diese Regelung vom Bundesfinanzhof für verfassungsgemäß befunden wurde (BFH-Urteil vom 10.02.2015, AZ.: IX R 6/14).

"Die Änderung bestandskräftiger Steuerbescheide richtet sich grundsätzlich nach den §§172ff AO. Demnach können Steuerbescheide nur geändert werden, soweit der Antrag auf Änderung innerhalb der einmonatigen Einspruchsfrist gestellt wurde (§ 172 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 a AO) oder die besonderen Voraussetzungen der §§ 173 - 175 AO greifen. Änderungsmöglichkeiten nach formeller Bestandskraft von Steuerbescheiden bieten daneben auch die §§129, 164 und 165 AO. Keine dieser Vorschriften ist vorliegend anwendbar."

Leider verstehe ich die Begründung der Ablehnung nicht ganz. Hat das etwas damit zu tun, dass ich bereits eine Steuererklärung für 2011 eingereicht hatte? Neben dem Studium habe ich über Promotion-Jobs Geld dazuverdient. Mit einem Gewerbeschein ist man gezwungen, eine Steuererklärung abzugeben. Dass ich meine Studienkosten geltend machen kann wusste ich nicht.

Habe ich noch eine Chance meine Studienkosten rückwirkend geltend zu machen, so wie ich es geglaubt habe?

Gruß, Salma

Studentensteuererklärung-Team
12. Januar, 13:53 Uhr

Hallo Salma,

sofern für ein bestimmtes Jahr bereits eine Steuererklärung eingereicht und ein Steuerbescheid erlassen wurde, ist es leider nicht mehr möglich, eine weitere Erklärung für entsprechendes Jahr abzugeben.

VG
Johannes

Jan
13. Januar, 14:33 Uhr

Hallo Johannes,

gestern habe ich meine Steuererklärung für das Jahr 2010 elektronisch über euer Online-Formular eingereicht. Erst im Anschluss bin ich auf deinen Artikel gestoßen und mir fiel auf, dass die Abgabefrist 31.12.2016 nach deiner Quelle bereits überschritten ist.

Besteht deiner Meinung nach noch die Möglichkeit dennoch für die Jahre 2010 - 2012 die Steuererklärung einzureichen, oder sind die Online-Formulare die das Tool aktuell bereitstellt, noch nicht den aktuellen Beschlüssen angepasst?!

Danke für deine Hilfe und Viele Grüße,
Jan

Studentensteuererklärung-Team
13. Januar, 15:14 Uhr

Hallo Jan,

laut der Steuerkanzlei Kudraß soll die Frist zur rückwirkenden Geltendmachung von Studienkosten von aktuell 7 auf nur noch 4 Jahre verringert werden. Dies ist bis dato noch nicht geschehen und mir war es auch nicht möglich, in Erfahrung zu bringen, wann die Friständerung vollzogen werden soll.

Heißt: Aktuell können weiterhin Verlustvorträge für Studienkosten bis einschließlich 2010 beim Finanzamt eingereicht werden.

Sofern sich hier etwas ändert, informieren wir natürlich unsere Nutzer.

VG
Johannes

Vivien
01. März, 21:26 Uhr

Hallo Johannes,

ich würde gerne rückwirkend Verlustvorträge stellen für die Jahre 2010 und 2011 (Bachelor) sowie 2013 und 2014 (Master). In eurem Artikel zum Verlustvortrag heißt es, dass dieser endet, sobald die Einnahmen die Verluste übersteigen. Im Jahr 2015 habe ich durch ein halbjähriges Praktikum (Mindestlohn) Einnahmen gehabt, die höher liegen als die Verluste aus 2013/14 aber niedriger als die Verluste aus allen oben genannten Jahren zusammen. Aufgrund der ausstehenden Rechtsentscheidung kann ich ja aktuell noch nicht wissen, ob ich auch für den Bachelor rückwirkend überhaupt Kosten geltend machen kann - es könnte als sein, dass nur die Master-Jahre 2013/14 vorgemerkt werden. Daher bin ich unsicher, ob sich das Ganze für mich überhaupt lohnt oder die Verluste durch eine Verrechnung mit dem (wenn auch geringen) Einkommen in 2015 einfach verpuffen. Was meinst Du dazu?

Danke und Grüße

Studentensteuererklärung-Team
13. März, 10:37 Uhr

Hallo,

es ist in der Tat grundsätzlich so, dass Verluste aus Vorjahren durch Einnahmen aus Folgejahren "aufgefressen" werden können.

Hier ein Beispiel:

2013: 6.000€ Studienkosten bei 4.000€ Einnahmen = - 2.000€ Verlustvortrag
2014: 6.000€ Studienkosten bei 5.000€ Einnahmen = - 1.000€ Verlustvortrag

In das Jahr 2015 werden insgesamt - 3.000 Verluste mitgenommen.

2015: 1.000€ Studienkosten bei 4.000€ Einnahmen = + 3.000€

Durch die Einnahmen von 3.000€ in 2015 werden die vorgetragenen Verluste komplett aufgebraucht.

Ob sich eine Steuererklärung in deinem konkreten Fall lohnt, kann ich dir nicht sagen. Das müsstest du bitte selbst kalkulieren.

VG
Johannes

Sabine
27. Januar, 14:05 Uhr

Hallo Johannes,

vielen Dank für die nützlichen Infos!
Eine Frage dazu: Ich habe an anderer Stelle (allerdings ohne irgendeine offizielle Quelle) gelesen, dass die Möglichkeit, einen Verlustvortrag bis zu 7 Jahre rückwirkend geltend zu machen zum Ende des Jahres 2016 abgeschafft wurde. In diesem Fall könnte ich die Steuererklärungen für 2010-2012 leider nicht mehr abgeben.

Hast du Informationen dazu, dass diese Regelung bereits abgeschafft wurde oder ob sie weiterhin besteht?

Danke!
Sabine

Studentensteuererklärung-Team
27. Januar, 14:13 Uhr

Hi Sabine,

der "Antrag auf gesonderte Verlustfeststellung", wie der Verlustvortrag im Amtsdeutsch heißt, ist nach wie vor 7 Jahre rückwirkend möglich.

Sofern sich hier irgendetwas ändert, werden wir unsere Nutzer natürlich darüber informieren und einen Verlustvortrag dann entsprechend auch nur noch 4 Jahre rückwirkend anbieten.

VG
Johannes

Markus
27. Januar, 17:57 Uhr

Hallo Johannes! Ist die 7 jahresregel abgeschafft mit dem modernisierungsgesetzt? Was zum 01.01.2017 in Kraft tritt? Betrifft diese auch die Fristen oder ändern sich die Fristen erst zum Steuerjahr 2018? Ich habe meine Anträge für 2011 und 2012 erst am 07.01.2017 eingereicht,

Gruß Markus

Studentensteuererklärung-Team
30. Januar, 08:41 Uhr

Ein Verlustvortrag kann nach wie vor bis zu 7 Jahre rückwirkend eingereicht werden.

Marina
24. Januar, 12:12 Uhr

Hallo Johannes,

ich habe von 2009-2016 studiert, auch mit Studiengebühren, und nach dem Studium im August 2016 geheiratet. Eine Steuererklärung habe ich noch nie abgegeben, für 2016 werden wir die gemeinsame Veranlagung durchführen. Aber wie ist es für die Jahre davor? Muss ich das separat machen, für jedes Jahr eine eigene für den Verlustvortrag oder kommt dies alles in die Erklärung von 2016?
Ich danke vielmals für die Hilfe!

LG
Marina

Studentensteuererklärung-Team
24. Januar, 12:39 Uhr

Hi Marina,

leider muss pro Jahr eine eigene Erklärung abgegeben werden - Kosten, die in einem bestimmten Jahr angefallen sind, können auch nur in der Steuererklärung für genau dieses Jahr geltend machen.

VG
Johannes

Julia G.
31. Januar, 21:38 Uhr

Lieber Johannes,

ich habe für 2015 eine Steuererklärung gemacht und eingereicht und auch den Haken bei Feststellung des Verlust... gesetzt.

Ich habe auch schon vor einer Ewigkeit den Bescheid bekommen für 2015. Hätte ich auch einen Bescheid über die Feststellung des Verlustvortrags bekommen müssen oder "merkt" sich das Finanzamt das?

Vielen Dank und liebe Grüße

Studentensteuererklärung-Team
21. Februar, 10:34 Uhr

Hallo,

ja, das Finanzamt merkt sich Verlustvorträge. Diese sollten aber auch im Bescheid aufgeführt werden.

VG

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